Audio Interface

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Beitragvon Herbert Hooke » Mi Aug 16, 2017 8:53 am

Welches Audio Interface setzt ihr bei digitalen Aufnahmen ein?

Für digitale Aufnahmen benutze ich das Steinberg UR 44. Das Interface verfügt über einen äußerst stabilen Treiber. Damit sind Aussetzer und "Ruckeln" auch bei sehr vielen Spuren und eingesetzten Plug-Ins nicht feststellbar, Latenzen sind praktisch nicht hörbar.
Die Mehrspuraufnahmen und Abmischungen lasse ich dann mit 24 bit und 48 kHz laufen. Das Mastering erfolgt dann mit 24 bit und 88,2 kHz, das fertige Master lege ich dann mit 16 bit und 44,1 kHz ab.

Wie verfahrt ihr denn, und welche Erfahungen habt ihr mit eurem Interface gemacht?
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Re: Audio Interface

Beitragvon novamax » Sa Aug 19, 2017 9:55 pm

UR-22, für seichtes home recording. 24 bit 44kHz Stereo. Mastering eher intuitiv inline (Sammelspur), alles mit Hobby-Anspruch. Endformat flac 44kHz/16bit.
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Re: Audio Interface

Beitragvon Herbert Hooke » So Aug 20, 2017 5:07 pm

vielen Dank für die Antwort.

Das UR 22, auch von Steinberg, ist sicherlich eine gute Wahl und genau wie mein UR 44 ganz besonders für „Einzelkämpfer“ meiner Meinung nach völlig ausreichend.

Das doch sehr lebhaft diskutierte Thema über die Amplitube Verstärkersimulation lässt natürlich den Schluss zu, dass digitales Aufnehmen für die Mitglieder in diesem Forum durchaus von Bedeutung ist. Insoweit überrascht mich doch etwas die spärliche Beteiligung zum Thema Audio Interface.

Darum möchte ich meine Frage dahingehend erweitern, welches Studioprogramm (DAW) von euch benutzt wird, und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

Auch in diesem Fall meine erste Antwort dazu vorab:
Ich benutze Samplitude ProX2 Suite. Das Programm ist zwar sehr umfangreich nutzbar, zeigt mir aber auf dem Bildschirm ein „analoges“ Mischpult, mit dem es sich wie an einem wirklichen Pult arbeiten lässt. Insoweit muss ich mich gegenüber der Arbeitsweise in meinem analogen NPR – Studio nicht großartig umstellen.
Weiterhin gibt es für die Nutzer eine Vielzahl von ins Netz gestellte Tips, wie mit dem Programm auch komplexe Aufnahme- und Bearbeitungsvorgänge bewältigt werden können.
Ich habe bis heute noch nicht einmal das Benutzerhandbuch in Anspruch nehmen müssen, habe mir allerdings regelmäßig die Videos genau angesehen.
Das in der Programmhilfe enthaltene Video, in dem die grundsätzlichen Funktionen und erste Arbeitsschritte erläutert werden, war natürlich für einen „digitalen Anfänger“ wie mich eine sehr große Hilfe. Aber auch nach mehrjähriger Nutzung habe ich noch lange nicht alle Möglichkeiten des Programms ausgeschöpft.
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Re: Audio Interface

Beitragvon novamax » So Aug 20, 2017 10:06 pm

Ich finde das Thema sehr relevant und spannend, auch wenn ich nur bescheidene Ansprüche habe und dafür der workflow erstmal steht.

Ein Freund von mir hat sehr viel ausprobiert, ich habe mich an seine Erfahrung gehangen, und als er zufrieden war, bin ich gefolgt. Von Cubase über ProTools (hatte deswegen extra ein M-Audio Fasttrack Pro gekauft, mit dem ich leider keine Freude hatte - zu anfällige Treiber, zu leise - das Steinberg ist dagegen eine Offenbarung, zum halben Preis) war eine Menge dabei, aber Reaper war dann sowohl einfach das kostengünstige Tool, mit dem alles halbwegs übersichtlich ging. Auch recht Mischpult-orientiert, aber die Menüs sind schon krass umfangreich in den Details... trotzdem, mein Tool der Wahl!

Amplitube 3 hatten wir in einem super deal bekommen, waren aber nicht zufrieden - bis ich mal eben Tag lang rumexperimentiert hatte. Seither haben wir beide keine Lust mehr, mit Amp/Mikro oder externen Sims destruktiv zu arbeiten. Ausnahme bei mir: Ein Tank für Surf muss sein, aber auch da lieber ein Surfy Bear Build als ein Glasbruch-Aquarium. Ich habe nicht mal mehr einen Übungsamp (Im Proberaum nehm ich meine gute alte J-Station mit fürs Mischpult, die Truppe ist aber auch noch frisch - bisher keine Gigs). Ist auch alles Geschmackssache, aber ich will es lieber einfach und mit leichtem Gepäck, Fokus auf dem spielen(-lernen).
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Re: Audio Interface

Beitragvon Herbert Hooke » Mo Aug 21, 2017 5:55 pm

ich hatte ursprünglich ein Scarlett 2i2 von Focusrite als Interface in Gebrauch, bekam allerdings bei umfangreichen Arrangements (viele plug-ins und VSTi’s) Probleme mit dem Treiber. Seitdem ich das Steinberg einsetze läuft alles völlig reibungslos.

Die Reaper DAW war mir bis zu deiner Antwort völlig unbekannt, die Beschreibung auf deren website klingt aber sehr vielversprechend. Und wenn du dann auch noch berichtest, dass alles problemlos läuft, dann war das ganz sicher eine gute Wahl.

Als Verstärkersimulation habe ich auch Amplitube „im Gepäck“, allerdings noch die Version 2, jedoch um die Fender Verstärker erweitert.
Zusätzlich hatte ich mir vor etlichen Jahren noch Komplete 8 Ultimate von Native Instruments zugelegt (zwischenzeitlich auf die Version 11 upgraded), und darin ist neben vielen anderen zum Teil sehr guten VSTi’s und plug-ins auch Guitar Rig 5 Pro mit „unzähligen“ Verstärkern und Effekten enthalten. Diese Menge braucht zwar kein Mensch, es sind aber tatsächlich etliche sehr gute Simulationen dabei. Nachdem ich aber vor längerer Zeit sehr günstig den Bassdude von Brainworx erstehen konnte, ist der bei mir als plug-in erste Wahl. Der kommt meinem 63er Dual Showman sehr nahe. Meine Bassgitarre lasse ich nur noch darüber laufen.

Ob ich nun bei mir Zuhause rein digital aufnehme oder im Studio analog, hängt u.a. von dem Stück ab, dass ich einspielen will. Analog dann aber immer mit Verstärker, Mikrofone, Analog-Mischpult, Bandmaschine. Das Mischpult ist u.a. mit einem Orban Stereo Spring Reverb verbunden.
Zuhause digital: Original 63er Fender Reverb Unit, Hughes & Kettner Crunch Master Röhrenvorverstärker, Audio Interface, Rechner. Leider hat sich der Crunch Master nach einigen Jahrzehnten Gebrauch vor ca. zwei Wochen im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgelöst. Hier ist also Ersatz gefragt.

Eines ist aber nach meinen Erfahrungen ganz sicher: Das Arbeiten mit einer DAW ist zum Einüben und für das Tüfteln an den Arrangements unschlagbar, und die Möglichkeiten in der Bearbeitung sind praktisch grenzenlos. Zusätzlich lassen sich alle Effekte und natürlich auch die Lautstärkeregler und Panoramapotis am Pult automatisieren.
Das alles gilt natürlich auch für komplette Produktionen.

Grundsätzlich muss ich (als Analogfan) also eingestehen, dass die Vorteile in der heutigen Digitaltechnik der Analogtechnik den Rang ablaufen . Wenn dann auch noch eine gute Verstärker- und Cabinetsimulation und sog. Bandsättigungseffekte als plug-ins eingesetzt werden, ist meiner Meinung nach der Klangunterschied zu einer kompletten Analogaufnahme im fertigen Projekt nur noch äußerst geringfügig - vielleicht sogar bei der Art von Musik, über die wir hier sprechen, vernachlässigbar.

Aber das alles sind nur meine subjektiven Eindrücke, und darum interessieren mich eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema sehr.
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Re: Audio Interface

Beitragvon nivram » Mi Aug 30, 2017 10:41 am

Mein Audio-Interface heißt Edirol UA-25 (ist, glaube ich, von Roland). Mein Sohn hat's mir überlassen, als er sich etwas anderes zulegte. Es genügt meinen Ansprüchen fürs Homerecording voll und ganz. Als DAW nutze ich Logic Pro X, für meine Gitarren-Instrumentals GuitarRig5 (letzteres manchmal auch live, wegen des Pedals "RigKontrol3", das ja auch ein Audio-Interface beinhaltet). Bei ganz kleinen Auftritten tut's auch Amplitube auf meinem iPhone. Mit Latenzen habe ich in beiden Fällen keine Probleme.
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Re: Audio Interface

Beitragvon Herbert Hooke » Do Aug 31, 2017 8:38 pm

eure Bescheidenheit (homerecording) hinsichtlich der digitalen Ausstattung beim Interface und bei der DAW ehrt euch zwar, aber nach meinem Empfinden sind damit auch Produktionen sowohl im semiprofessionellen als auch im professionellen Bereich durchaus möglich.

Zu den Verstärkersimulationen und Interface möchte ich noch ergänzen, dass ich mir vor einigen Jahren noch aus einer Laune heraus das Roland GR 55 gekauft hatte. Neben den zum Teil brauchbaren Verstärkersimulationen sind in diesem Gerät auch noch andere Klänge wie z.B. Piano, Chöre, Streicher, Orgeln und noch vieles anderes enthalten, die dann auch mit der Gitarre gespielt werden können. Über die Fußpedale der Hardware lassen sich schnell und einfach die verschiedenen Sounds aufrufen. Das ist zwar alles sehr verblüffend, kam dann aber bei meinen Aufnahmen doch nicht zum Einsatz. Darum steht das Gerät bei mir auch nur noch in der Ecke. Leider musste ich für den Betrieb dieser Hardware meine Blade zum Anbau eines zusätzlichen Tonabnehmers anbohren. Meine Jazzmaster und Strats waren mir dafür damals (zum Glück) zu schade.

Falls ihr irgendwann einmal eine eigene Produktion auf CD veröffentlichen wollt, oder bereits eigene CD’s veröffentlicht habt, stellt sich zum Schluss natürlich auch die Frage nach einem geeigneten CD-Hersteller. Soweit ihr damit bereits Erfahrungen gemacht habt, sind auch die sicherlich nicht nur für mich von Interesse.

Ich habe meine letzten CD’s bei der Firma ZIS - Media einschließlich aller Druckarbeiten herstellen lassen und ausschließlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Zusammenarbeit, der Service, die Zuverlässigkeit, Qualität und das Preis- Leistungsverhältnis sind hervorragend. Hier mal für euch der link: https://zis-disc.de/ZISKonfigurator. Dort könnt ihr nach euren Vorstellungen eine CD konfigurieren und erhaltet dann als Ergebnis einen Komplettpreis. Die Mindestabnahme beträgt, glaube ich, 300 Stück. Den „bürokratischen“ Aufwand mit der GEMA müsst ihr allerdings selber bewerkstelligen, was aber kein großes Problem sein dürfte. Auch die Abrechnung mit der GEMA erfolgt dann direkt mit euch.
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Re: Audio Interface

Beitragvon novamax » Sa Sep 02, 2017 7:25 am

Soweit bin ich noch nicht, um da was beizusteuern, aber für dann, bedanke ich mich schon mal für den Tipp!
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